„Dein Genörgel kotzt mich an“

Ja! …man kann seinen Gesprächspartner, Kollegen oder auch seinen Partner/in buchstäblich zu Tode kritisieren. Das erwies eine Auswertung einer Langzeitstudie mit über 1700 Teilnehmern. 

Wer die Frage, wie viel er kritisiert wurde mit „oft“ und auch noch mit „überzogen“ beantwortete trug ein 44% höheres Risiko sich vom anderen ganz bewusst abzuwenden und auf Distanz zu gehen, sogar den anderen gezielt zu meiden.

Dabei spielt es auch keine Rolle, ob sich der oder die Kritisierte ansonsten sich auf den anderen verlassen konnte. Es ist demnach nicht möglich, zu viel Kritik, vor allem die als überzogene Kritik empfundene Äußerungen, durch eine ansonsten gute Beziehung wettzumachen. 

Nicht selten, sorgt dieser Kommunikations-Mechanismus nach einiger Zeit für gegenseitige Distanz, Unverständnis, verbale Angriffe und verursacht Psychischen-Stress, was niemanden zuträglich ist.

Entscheidend ist nicht recht zu behalten, sondern den Auslöser der Kritik, offener wahr nehmen zu können.

Platz zu lassen, für andere Blickwinkel und Sichtweisen. Denn nachhaltige Veränderungen erzielt man nur, durch Nachvollziebarkeit und die Bereitschaft, Kritik an nehmen zu wollen.